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Projekt 52 Rezepte

Basilikum-Frischkäse-Klöße & Spinatravioli rot-weiß #8-9

Diese Woche etwas verspätet, wird erst heute unser Wochenendschmaus aus der Reihe „52 Rezepte“ veröffentlicht. Da wir die letzten Wochenenden öfter was mit Fleisch gekocht haben, sollte es dieses Wochenende etwas vegetarisches geben. Dafür habe ich mir aus dem Buch „Meine Kochschule“ von Susanne Vössing, die Basilikum-Frischkäse-Klöße ausgesucht. Herr K. bestand auf die Spinatravioli als Hauptgericht, da es sich bei den Klößen um eine Vorspeise handelt. Das Buch bezieht sich speziell auf Kitchen Aid-Besitzer und weist in jedem Rezept darauf hin, welches Zubehör man für die Zubereitung nutzen sollte. Meiner Meinung nach, funktionieren die Rezepte aber auch ohne Kitchen Aid (z.B. mit einem normalen Handrührgerät, einer Reibe, einem Nudelholz…).

Für die Basilikum-Frischkäse-Klöße (4 Stück) werden 3 frische Weizenbrötchen in Würfel geschnitten. Ein halbes Bund Basilikum (ca. ein gute Hand voll) klein gehackt. Den Frischkäse haben wir selber gemacht, in dem wir einen Tag vorher 250g Quark (40%) in die Mitte auf ein Küchenhandtuch aus Baumwolle gelegt haben und dann die Feuchtigkeit heraus gedrückt haben. In dem Tuch kam der Frischkäse dann über Nacht in den Kühlschrank.

Für die Klosmasse vermengt man den Frischkäse mit 2/3 der Brötchenwürfel, der Hälfte vom gehackten Basilikum, 2 Eiern, 2 EL Paniermehl, sowie Salz und Pfeffer. Mit angefeuchteten Händen werden dann 4 Klöße aus der Masse geformt. In heißem, leicht gesalzenen Wasser lässt man sie bei niedriger Temperatur 7-8 Minuten ziehen.

In der Zwischenzeit pro Teller eine reife Tomate in dünne Scheiben schneiden und gefächert auf dem Teller auslegen. Die restlichen Brotwürfel und das Basilikum werden klein gemahlen und in einer beschichteten Pfanne ohne Öl angeröstet. Die Brösel werden zum Schluss über den Klos gestreut. Die Tomaten mit Salz und Pfeffer würzen und nach Belieben mit etwas dunklem Balsamico beträufeln.

Basilikum-Frischkäse-Klos

Für die Ravioli wird ein Teig aus 400g Hartweizengrieß und 180ml lauwarmen Wasser hergestellt (Originalrezept: 500g Instant-Mehl, 4 Eiern, 2-4- EL Wasser und 8g Salz). Den grob krümeligen Teig ca. 5 Minuten mit den Händen kneten, möglichst ohne weiteres Mehl zu verwenden. Die Masse eine halbe Stunde in Frischhaltefolie im Kühlschrank ruhen lassen. Um einen wunderbaren Nudelteig herzustellen braucht es meiner Meinung nach gar keine Eier & Co. Mit Grieß funktioniert es genauso gut.

In der Zwischenzeit wird die Spinat-Ricotta-Füllung zubereitet. Hierfür 60g Butter anbräunen, salzen und pfeffern und 300g gewaschenen Spinat darin andünsten bis er zusammen gefallen ist. In einem Sieb abgießen und 10 Minuten abtropfen lassen.

Den Spinat hacken und in einer Schüssel mit 100g fein geriebenen Bergkäse, 250g Ricotta und dem Mark aus einer Vanillestange vermengen.

Und nun folgt unsere Methode, um die Ravioli herzustellen: Den Nudelteig aus dem Kühlschrank nehmen und in 5-6 gleich große Portionen teilen. Nudelmaschine bereit stellen und die Arbeitsfläche gut bemehlen, dann bleibt der Teig nicht kleben. Jede Teigportion durch alle Stufen der Nudelmaschine möllern. Meist hören wir kurz vor der dünnste Stufe auf, damit man nicht durch den Teig Zeitung lesen kann. Mit diesem Gerät wurden dann aus den Teigbändern Kreise ausgestochen und mi einem Kleks Spinatfüllung befüllt. Dafür haben wir einen Spritzbeutel genommen.

Die Ravioli werden in ordentlich gesalzenem kochenden Wasser 1-2 Minuten gegart. Mit einer Schöpfkelle entnehmen und gut abtropfen lassen. Nach dem Abtropfen breiten wir die Nudeln immer auf einem Küchenhandtuch aus, damit nichts zusammen klebt.

Für mich gabs zu den Ravioli den Rest Pizzasoße vom Vortag und Herr K. hat für seine Soße Sahne eingekocht, mit Salz und Pfeffer gewürzt und eine Portion gehacktes Basilikum hinzu gegeben.

Und zum Schluss natürlich: frisch geriebenen Parmesan drüber.

Endergebnis:

Zeitaufwand:

Die Klöße sind in ungefähr einer halben Stunde zubereitet. Wenn man mal davon absieht, dass man einen Tag vorher noch den Quark ausdrücken muss, damit man am nächsten Tag Frischkäse hat. Den würde ich das nächste Mal wahrscheinlich fertig kaufen.

Die Ravioli haben unglaublich lange gedauert (ca. 100 Stück haben wir raus bekommen = 4-5 Portionen), da wir jede Ravioli mit so einem Klappdings einzeln hergestellt haben. Teig machen, Füllung herstellen, Ravioli zubereiten und garen und eine Soße dafür zubereiten, hat mindestens 2 Stunden in Anspruch genommen. Und danach sah die Küche wie ein Schlachtfeld aus.

Geschmack:

Basilikum-Frischkäse-Klöße in Kombination mit Tomaten finde ich richtig lecker und werden ganz bestimmt noch einmal zubereitet. Aufgrund der Tomaten ist es eigentlich eher ein Sommerrezept, sodass das Gericht mit aromatischen Tomaten
(am besten noch selbst geerntet 😉 ) wahrscheinlich noch besser schmecken würde.

Auch die Ravioli waren super lecker. Vor allem frischer Spinat schmeckt noch richtig nach was und ist nicht vergleichbar mit TK-Spinat. Auch die frische Vanille in Kombination mit den Spinat ist super. Bloß die Dauer der Herstellung ist auf jeden Fall etwas für Menschen mit Geduld.

Verträglichkeit (in Bezug auf Fructose):

Klöße: Da ich Tomaten meistens ganz gut vertrage, war das Gericht für mich sehr bekömmlich. Die Klöße kann ich also bei einer Fructoseunverträglichkeit problemlos weiter empfehlen.

Ravioli: Spinat ist bei Fructoseunverträglichlkeit eigentlich überhaupt kein Problem. Nur muss jeder selbst entscheiden, ob Tomatensoße in Ordnung ist. Ansonsten passen ja eigentlich auch alle möglichen anderen Soßen gut zu den Ravioli.

 

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