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Projekt 52 Rezepte

Gemüse-Korma & Naan-Brot #15-16

Vergangenes Wochenende haben wir zum ersten Mal indisch gekocht. Zuerst war ich etwas skeptisch, dass das Gericht zu scharf werden könnte, denn scharf ist so gar nicht mein Ding. Aber ich habe beim Kochen mal wieder was dazu gelernt und festgestellt, dass grüne Chillischoten gar nicht scharf sind. Das Korma sah optisch nach der Fertigstellung nicht besonders gut aus, hat aber wunderbar geschmeckt. Dieses Mal also ein etwas zeitintensiveres Rezept:

Korma

80g Cashewkerne mit 175ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten quellen lassen. Während dessen 1 großzügige Prise Safranfäden im Mörser zerstoßen und in 2 EL heißer Milch einweichen.

Einen kleinen Blumenkohl in Röschen zerteilen, 120g grüne Bohnen putzen und in kleine Stücke schneiden, sowie 120g Möhren putzen und in Stifte schneiden. Die Gemüsemischung und 250g Kartoffeln mit Schale (ich habe kleine Butterkartoffeln verwendet) in separaten Töpfen einige Minuten in kochendem Wasser bissfest garen. Mit kaltem Wasser abschrecken.

Eine große Zwiebel und 2 grüne Chillies (Kerne entfernen) fein hacken. Ingwerpaste aus Knoblauch und Ingwer herstellen. 4 EL Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel, Ingwerpaste und Chillies darin bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren 5-6 Minuten andünsten bis die Zwiebel glasig ist. 1/2 TL Kurkuma und 2 TL gemahlenen Koriander (ich habe frischen gehackten Koriander verwendet) hinzufügen und unter Rühren 1 Minuten garen. Circa 3 EL warmes Wasser hinzufügen und 2-3 Minuten dünsten. Nochmals 3 EL Wasser hinzufügen und unter häufigem Rühren 2-3 Minuten garen bis sich das Öl von der Würzpaste absetzt.

400ml Gemüsebrühe, Safranmilch und 1/2 TL Salz hinzufügen und alles zum Kochen bringen. Bissfestes Gemüse und die Kartoffel dazu geben und erneut zum Kochen bringen. Die Hitze auf kleine Stufe reduzieren und 2-3 Minuten garen.

Die Cashewkerne samt Einweichwasser mit einem Stabmixer pürieren. Zum Gemüse geben und 2 EL Sahne hinzufügen. Die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren.

2 TL Ghee oder Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze zerlassen. 1 TL Garam masala (Trockengewürzmischung) und 1/4 TL geriebene Muskatnuss einstreuen und 20-25 Sekunden anbraten. Das gewürzte Ghee unter das Korma mischen und gut umrühren. Jetzt ist das Korma fertig.

Naan-Brot

Dazu gab es Naan-Brot. Weil es etwas schwierig ist, das Korma und das Naan parallel herzustellen, haben wir die Rezepte aufgeteilt, sodass Stephan sich um das Naan gekümmert hat.

Für ca. 4 Portionen 250g Mehl (wir haben feines Dinkelmehl verwendet) 1/2 TL Salz, 1 TL Zucker und 1/2 TL Backpulver in eine große Schüssel sieben. 1/2 Ei (ja, das ist ein bisschen blöd, darum vielleicht beim nächsten Mal lieber die doppelte Menge herstellen.) mit 125ml Milch in einer Schüssel verquirlen und nach und nach mit einem Holzlöffel und das Mehl rühren bis ein glatter Teig entsteht.

Den Teig auf eine Arbeitsfläche legen, eine Vertiefung in die Mitte drücken und hineingeben. 3-4 Minuten kneten bis das Öl eingearbeitet ist und ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist. In Frischhaltefolie einschlagen und eine Stunde ruhen lassen.

Den Teig in 8 gleich große Portionen teilen. Jede zu einer Kugel formen und etwas flach drücken. Die Fladen mit Frischhaltefolie abdecken und nochmals 10-15 Minuten ruhen lassen.

Den Backofengrill 10 Minuten vorheizen. Ein Backblech mit Alufolie auslegen und mit Öl bestreichen. Traditionell hat Naan eine Tropfenform. Dazu die Fladen ausrollen (Durchmesser ca. 13cm) und am Ende leicht ziehen. Weiter ausrollen und dabei die Tropfenform beibehalten bis ein Durchmesser von 22cm entstanden ist.

Naan auf der obersten Schiene unter dem Backofengrill 1 Minute backen bis es leicht aufgegangen ist. Das Brot wenden, sobald die Oberfläche braune Grillfelecken erhält. Weitere 45-50 Sekunden leicht anbräunen. Aus dem Ofen nehmen und mit Butter bestreichen (haben wir nicht gemacht, hat auch so geschmeckt).

Endergebnis:

Zeitaufwand

Für 4 Portionen Korma und Naan benötigt man schon etwas Zeit. Inklusive Ruhezeit vom Teig haben wir ungefahr 2 Stunden gebraucht. Aber es lohnt sich…

Geschmack

Ich war begeistert vom Geschmack. Sowohl das Korma, als auch das Brot waren richtig lecker und haben gut zusammen gepasst. Bisher habe ich noch nie mit so vielen Gewürzen, Pasten und Röstaromen gekocht. Manchmal muss man einfach etwas wagen und vielleicht wird zeitnah noch ein anderes orientalisches Gericht ausprobiert. Ich bin auf den Geschmack gekommen.

Verträglichkeit in Bezug auf Fructose

Tja, auch in diesem Gericht sind Knoblauch und Zwiebel wieder wichtige Zutaten, ohne die das Korma sicher nicht seinen typischen Geschmack erhalten würde. Blumenkohl und grüne Bohnen sind auch mit Vorsicht zu genießen, machen bei mir aber keine Probleme. Vielleicht liegt es auch an den vielen Gewürzen, die das Gericht für mich bekömmlich gemacht hat.

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