Liebes 2016 …

ich bin froh, dass du bald vorbei bist! Mal ganz davon abgesehen, was in der ganzen Welt passiert ist, warst du für mich ein Jahr des Vermissens und der vorwiegend schlechten Stimmung. Der November und Dezember haben mir den Rest gegeben. Selten habe ich ein neues Jahr so herbeigesehnt, wie in den letzten Wochen. Aber natürlich war nicht alles blöd oder vom krank sein geprägt. Darum, wie jedes Jahr an dieser Stelle, ein kurzer Rückblick auf die mal mehr, mal weniger schönen Dinge des Jahres.

Projekt 52 Rezepte

Ganz hat es nicht geklappt mit den 52 unterschiedlichen Rezepten aus unterschiedlichen Kochbüchern. Immerhin auf 40 Rezepte sind wir gekommen. Zum Ende des Jahres sollte dann doch lieber Pi mal Daumen gekocht werden, sodass das Projekt an Wichtigkeit und Interesse etwas verloren hat. Vielleicht wird das Projekt 2017 einfach weitergeführt und die fehlenden 12 Rezepte werden nach und nach ergänzt. Trotzdem haben wir im Laufe des Jahres so einige Rezepte ausprobiert, die wir wahrscheinlich sonst nicht gekocht oder gebacken hätten. Dabei wurde einiges für lecker befunden und vieles auch nicht. So hat sich mit den Monaten auch herauskristallisiert, welche Kochbücher wirklich etwas taugen und welche nicht. Hier meine TOP 5 aus den 40 Rezepten:

  1. Zitronen-Mohn-Cupcakes mit Heidelbeer-Frosting
  2. Thunfischwraps
  3. Beerenbrownies
  4. Focacce alle Verdure
  5. Gemüse-Korma & Naan-Brot

Yoga

Eine der besten Veränderungen in 2016 fing, direkt im Januar für mich an. Nach einer Probestunde im Loftyoga, entschied ich mich dafür, einfach weiter zu machen, weil es trotz Muskelkater so viel Spaß gemacht hat. Und ich muss sagen, dass es eine der besten Entscheidungen in diesem Jahr war! Noch nie habe ich so kontinuierlich, ein bis zwei Mal „Sport“ in der Woche gemacht. Ich bin mittlerweile ein bisschen stolz darauf, schon ein Jahr dabei zu sein und während der Asanas zu merken „Huch, das klappt ja auf einmal viel besser, als vor ein paar Wochen“. Ich habe Yoga als eine Art Prozess für mich entdeckt, mit dem man wächst und immer wieder dazu lernt. Dazu trägt besonders die tolle Yogalehrerin bei, die jede Woche aufs Neue, eine sehr liebevolle und positive Energie verbreitet, sodass ich Yoga bisher nie als langweilig empfunden habe. In diesem Sinne: Namaste!

loftyoga-bielefeld

Musik

Anfang des Jahres wurde viel AnnenMayKantereit gehört. Im März haben die Jungs ihr aktuelles Album „Alles nix konkretes“ veröffentlicht und im April habe ich mit einer lieben Freundin das Konzert im Ringlokschuppen besucht, bei dem die neuen Songs zum Besten gegeben wurden. Auf dem Konzert wurde ordentlich abgetanzt und der Moment, als alle zu „Pocahontas“ lauthals mitgesungen haben, ist für mich wohl einer der Schönsten des vergangenen Jahres.

Ansonsten wurde noch viel „25“ von Adele gehört. „Million Years Ago“ hat es mir davon besonders angetan. Adele funktioniert in allen Lebenslagen und kann auch immer wunderbar mitgesungen werden. Genauso funktioniert das natürlich auch mit Robbie Williams, dessen aktuelles Album „Heavy Entertainment Show“ schon sehnsüchtig erwartet wurde. Leider habe ich es in den letzten zwei Monaten so oft gehört, dass es jetzt auch erstmal genug ist. Trotzdem wurden für den Sommer 2017 Konzertticket organisiert, weil Robbie einfach Robbie ist und ich mir einen super Abend in der Berliner Waldbühne verspreche. Das wird gut! Bestimmt!

DIY

Meine Nähprojekte haben sich 2016 sehr in Grenzen gehalten. Außer einem Pullover für mich, der etwas groß geraten ist und ein paar Kleinigkeiten für neue Erdenbürger im Freundeskreis, wurde nicht viel genäht. Dafür wurde Anfang und Mitte des Jahres viel gepolstert und neu bezogen. Endlich haben unsere Küchenstühle einen einheitlichen Bezug erhalten. Dabei ist mir aufgefallen, dass einige Handgriffe leider nicht mehr so sitzen, wie damals nach der Ausbildung. Das ist eigentlich die logische Konsequenz, wenn man schon länger aus der Praxis raus ist. Hat mich aber trotzdem sehr geärgert. Immerhin freuen sich andere Menschen nun über ihre neuen Polster für ihre Esszimmerstühle.

Dann ist dieses Jahr noch eine neue „Bibliothek“ in unser Wohnzimmer eingezogen. Schon lange hatten wir vor unser Wohn- und Arbeitszimmer etwas umzugestalten, weil die alten Bücherregale einfach nicht mehr genug Platz für unsere Sammlungen an Romanen, Design- und Kochbüchern boten. Nach langem Hin und Her und vielen Skizzen, sind es schlichte weiße Regale geworden mit ergänzter indirekter Beleuchtung, sowie einem neuen kleinen Sekretär. Zusätzlich wurde unser erster kleiner Esstisch aus Studentenzeiten, der bisher immer langweilig in der Ecke stand, eine Etage tiefer gelegt. Mit neuen Hairpin-Beinen wurde er zum Couchtisch umgewandelt und ist nun fast jeden Tag in Benutzung. Ein paar kleine Veränderungen, wie ein neuer Vorhang und ein Teppich vor dem Sofa würden die neue Möblierung abrunden. Doch dafür ist auch 2017 noch Zeit.

Bücher

Selten habe ich in einem Jahr so wenig Bücher gelesen, wie 2016. Mal davon abgesehen, dass ich jeden Tag eine Menge im Internet lese, bin ich tatsächlich nur auf drei Bücher gekommen. Das soll sich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder ändern. Mehr analog oder auf dem Reader lesen, weniger digitale Nichtigkeiten konsumieren! Immerhin waren 2 der 3 gelesenen Bücher ganz gut. 180 Grad Meer von Sarah Kuttner hat mich sehr berührt. Der Pfau von Isabel Bogdan hingegen war sehr lustig und „Mädchen für alles“ von Charlotte Roche ging eigentlich gar nicht, sodass ich noch nicht mal eine Rezension darüber geschrieben habe.

Unterwegs

Diese Jahr waren Herr K. und ich nicht so richtig im Urlaub. Außer einer kurzen und sehr warmen Reise nach Wien, um u.a. das Wordcamp Europe zu besuchen und um einen kleinen Abstecher nach Bratislava zu machen, waren wir viel in der Heimat unterwegs. Dabei haben wir im Sommer einige Kilometer mit dem Fahrrad zurück gelegt. Wir sind erstmals zu Niemöllers Mühle nach Brackwede gefahren, nach Steinhagen, von Quelle aus Richtung Isselhorst, sind in Werther beim Böckstiegel Haus gewesen und haben an meinem Geburtstag eine der schönsten Touren von Senne aus Richtung Schloss Holte und Sende unternommen.

Auch die regionalen Wanderwege wurden öfter genutzt, sodass wir mal wieder ein Stückchen auf dem Hermannsweg gelaufen sind, den Eisernen Anton besucht haben und zum ersten Mal mit den Kameras den Schmetterlingspfad in Willebadessen unsicher gemacht haben. 2016 ist damit auch ein Stück weit geprägt von Ausflügen in die Natur – immer bei schönstem Wetter.

Filme

Im Kino war ich 2016 kein einziges Mal, obwohl ich immer noch einen Gutschein habe, aber Zuhause Filme zu gucken, ist in Zeiten von verschiedenen Streaming-Anbietern einfach gemütlicher. Ein richtiges Highlight war dieses Jahr irgendwie nicht dabei. Sehr unterhaltsam und lustig war allerdings „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jonas Jonasson, beginnt der Film tatsächlich mit dem 100-Jährigen Allan, der aus dem Fenster des Altersheim klettert, weil er keine Lust auf die offizielle Geburtstagsfeier in seinem neuen Zuhause hat. Während seiner Flucht wird Allan am Bahnhof gebeten auf einen Rollkoffer aufzupassen, den er kurzerhand mit auf seine Reise nimmt. Der mysteriöse Koffer verheißt natürlich nichts Gutes und Allan wird in kriminelle Machenschaften verwickelt. Wer skandinavische Filme wie „Adams Äpfel“ mag, dem wird auch „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ gefallen. Ich habe jedenfalls sehr gelacht, sobald in den Rückblenden von Allans Vergangenheit, wieder etwas in die Luft ging.

Und sonst so?

Im Februar musste ich zum zweiten Mal von lieben Kollegen Abschied nehmen. Das fiel mir nicht leicht und ich denke mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die gemeinsame Zeit zurück.

abschied

Zum ersten Mal haben Herr K. und ich unsere runden Geburtstage so richtig groß gefeiert. Zwei mal 30 Jahre in einem Jahr waren es wert, um im großen Kreis Familie und Freunde einzuladen. Lange haben wir wegen des Datums hin- und her überlegt und uns letztendlich richtig entschieden. Das gewählte Datum hatte schönes spätsommerliches Wetter für uns parat, sodass wir wie geplant draußen feiern konnten. Spät in der Nacht, nachdem alles wieder abgebaut war und den ganzen nächsten Tag, hat es wie aus Eimern gegossen. Wir hatten großes Glück, dass alles wie geplant geklappt hat, auch wenn so eine große Feier ganz schön aufregend war.

geburtstagsblumen

Und nun wünsche ich Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund und habt viele tolle Momente im Jahr 2017!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.